Ein Zertifikat ist eine weitere Anlageform im Bereich der Wertpapiere, zu den Derivaten zählend erfreuen sich Zertifikate seit etwa 20 Jahren immer größerer Beliebtheit. Im Gegensatz zu einer direkten Investitionen erwirbt man mit einem Zertifikat keine Einzelwerte, sondern zum Beispiel ein Index-Zertifikat, sodass man sofort nach dem Erwerb von einer möglichen positiven Entwicklung von einer möglichen positiven Entwicklung des Marktes profitieren kann. Im Gegensatz zu einer direkten Investition liegt der Investitionsbedarf nur bei einer Quote von zum Beispiel 1:100. Das Volumen der in Deutschland verkauften Zertifikate bewegt sich in etwa in einem Bereich von 150 bis 180 Milliarden Euro jährlich. Auch sollte man nicht vergessen, dass es sich bei einem Zertifikat um eine Schuldverschreibung handelt und somit immer das Risiko besteht, dass bei Bankrott des Herausgebers ein Totalverlust des Anlagevermögens droht. Dagegen spricht aber, dass in erster Linie nur von großen und bekannten Banken Zertifikate herausgegeben werden und sie dadurch relativ abgesichert sind und ein Totalverlust des Vermögens sehr unwahrscheinlich erscheint. Zertifikate lassen sich in verschiedene Gruppen teilen: Zertifikate die an einen bestimmten Basiswert gebunden sind und Zertifikate die an ein bestimmtes Auszahlungsprofil gebunden sind. Dabei sind die Zertifikate die an einen Basiswert gebunden sind, mit einer unbegrenzten Laufzeit bedacht, hingegen die Zertifikate die ein bestimmtes Auszahlungsprofil haben, sind entsprechenden Endzeiten versehen. |